5 atemberaubende Erfindungen der industriellen Revolution

Die Zeit zwischen Mitte des 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts war von großen technologischen und sozialen Veränderungen geprägt. Hier sind weitere Erfindungen der industriellen Revolution, die die Welt für immer verändert haben.

Die Kinder kennen es und wir schon lange: Die Blechdosen-Telefone
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16. Gasbeleuchtung, Beleuchtung der Straßen der modernen Welt

Gaslaterne, Dresden 2004
Gaslaterne, Dresden 2004

Kommerzielle Gasbeleuchtung wurde erstmals 1792 von William Murdoch entwickelt und eingeführt. Diese frühen Gasleuchten benutzten Kohlegas, das als Beleuchtung in seinem Haus in Redruth, Cornwall, installiert wurde.

Mehr als ein Jahrzehnt später patentierte der deutsche Erfinder Freidrich Winzer 1804 als Erster die Verwendung von Kohlegas zur Beleuchtung. Außerdem wurde 1799 eine Thermolampe entwickelt, bei der aus Holz destilliertes Gas verwendet wurde, und David Melville erhielt 1810 in den USA das erste Patent für Gasbeleuchtung.

Nach ihrer Entwicklung wurde die Gasbeleuchtung zur Methode der Straßenbeleuchtung in den Vereinigten Staaten und Europa. In den 1930er Jahren wurden sie schließlich durch Natriumdampf-Niederdruck- oder Quecksilberdampf-Hochdrucklampen ersetzt.

17. 2.000 Zellen zur Herstellung der ersten Bogenlampe

Die erste Bogenlampe der Welt
Die erste Bogenlampe der Welt

Sir Humphrey Davy konnte 1807 die erste Bogenlampe der Welt bauen. Sein Gerät benutzte eine Batterie von 2.000 Zellen, um einen 100-mm-Bogen zwischen zwei Kohlestäben zu erzeugen.

So beeindruckend wie sein anfänglicher Erfolg, so wenig war es bis zur Entwicklung von elektrischen Generatoren in den 1870er Jahren ein praktisches Gerät. Bogenlampen sind auch heute noch in Anwendungen wie Suchscheinwerfer, große Filmprojektoren und Scheinwerfer im Einsatz.

Der Begriff ist in der Regel auf Lampen mit einem Luftspalt zwischen den verbrauchbaren Kohlenstoffelektroden beschränkt. Leuchtstofflampen und andere elektrische Entladungslampen erzeugen jedoch Licht aus Bögen in gasgefüllten Röhren. Einige Ultraviolettlampen sind vom Bogentyp.

18. Die Konservendose, der Sprung zu neuen Produktionshöhen

Blechdosen Telefone
Blechdosen Telefone

Die bescheidene Blechdose wurde 1810 von dem britischen Kaufmann Peter Durand patentiert. Sie sollte bis heute unabsehbare Auswirkungen auf die Konservierung und den Transport von Lebensmitteln haben.

John Hall und Bryan Dorkin eröffneten 1813 die allererste kommerzielle Konservenfabrik in England. 1846 erfand Henry Evans die Maschine, mit der Blechdosen mit einer Geschwindigkeit von sechzig pro Stunde hergestellt werden konnten.

Dies war eine deutliche Steigerung gegenüber der früheren Rate von nur sechs pro Stunde.

Die allerersten Blechdosen hatten sehr dicke Wände und mussten mit einem Hammer geöffnet werden. Mit der Zeit wurden sie dünner, was 1858 die spätere Erfindung eines speziellen Dosenöffners ermöglichte.

Es brauchte den amerikanischen Bürgerkrieg, um die Kreation von Blechdosen mit einem Schlüssel-Dosenöffner zu inspirieren, wie man ihn noch heute auf Sardinenbüchsen findet.

19. Spektrometer, oder wie wir glühende Objekte untersucht haben

Joseph von Fraunhofer und das erste Spektrometer
Joseph von Fraunhofer und das erste Spektrometer

Im Jahr 1814 erfand der deutsche Erfinder Joseph von Fraunhofer das Spektrometer. Sein frühes Gerät wurde entwickelt, um die chemische Analyse von glühenden Objekten zu ermöglichen.

Joseph wusste kaum, welche Auswirkungen seine Erfindung in vollem Umfang auf die wissenschaftliche Welt haben würde. Die Tatsache, dass wir wissen, woraus die Sonne besteht, verdanken wir Fraunhofer.

Dank Fraunhofers Beiträgen überholte Bayern England als Spitzenreiter in der Optikforschung. Er erfand 1814 das Spektroskop.

Tatsächlich brachten ihm seine Entdeckungen 1824, zwei Jahre vor seinem Tod, den Ritterschlag ein. Wie alle Glasmacher dieser Zeit starb er früh an einer Schwermetallvergiftung.

20. Camera Obscura: Die erste Fotografie

Joseph Niepce fotografierte erstmals um 1826. Er erfand den Kasten Obsucura.
Joseph Niepce fotografierte erstmals um 1826. Er erfand den Kasten Obsucura.

Ab 1814 begann Joseph Nicéphore Niépce eine Entdeckungsreise, die ihn schließlich dazu führen sollte, der erste Mensch zu werden, der jemals ein Foto machte. Dazu benutzte er schließlich seine neumodische Camera obscura, die er in den Fenstern seines Hauses in Frankreich aufbaute.

Die gesamte Belichtung dauerte etwa 8 Stunden, um das Bild aufzunehmen.

Joseph konstruierte um 1816 seine erste Kamera, die es ihm erlaubte, ein Bild auf weißem Papier zu erstellen. Aber er war nicht in der Lage, es zu reparieren.

Er würde seine Experimente mit verschiedenen Kameras und chemischen Kombinationen für die nächsten 10 Jahre oder so fortsetzen.

1827 gelang es ihm, das erste langlebige Bild mit einer mit Bitumen beschichteten Platte herzustellen. Diese wurde dann in einem Lösungsmittel gewaschen und über einen Kasten mit Jod gelegt, um eine Platte mit hellen und dunklen Eigenschaften herzustellen.