USA überwachen Menschen, die über gefälschte Social Media-Konten ins Land kommen

Der Schritt der U.S. Citizenship and Immigration Services steht im Widerspruch zu den Richtlinien von Facebook und Twitter.

Social Media Accounts
Über gefakte Social Media Accounts eingewandert

Beamte der U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS) haben jetzt die Erlaubnis, gefälschte Social Media-Konten zu erstellen, um die Social Media-Informationen von Ausländern zu überwachen, die Visa, Green Cards und die Staatsbürgerschaft beantragen. Damit wird ein früheres Verbot für Beamte, gefälschte Profile zu erstellen, aufgehoben.

Potenzielle Beweise für Betrug oder Sicherheitsbedenken

Das Ziel ist die Suche nach potenziellen Beweisen für Betrug oder Sicherheitsbedenken. Die Änderung der Politik erfolgt, nachdem das Außenministerium weitere ähnliche Schritte unternommen hat, wie z.B. die Forderung, dass Antragsteller für US-Visa ihre Social Media-Nutzernamen angeben müssen.

Gegen Facebook- und Twitter-Politik

Die Einrichtung von gefälschten Social-Media-Accounts könnte jedoch mit den gegebenen Richtlinien von Plattformen wie Facebook und Twitter nicht so reibungslos vonstatten gehen. Beide weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Identitätsnachahmung gegen ihre Nutzungsbedingungen verstößt.

„Es verstößt gegen unsere Politik, gefälschte Personen zu verwenden und Twitter-Daten für die ständige Überwachung von Personen zu nutzen. Wir freuen uns darauf, die von USCIS vorgeschlagenen Praktiken zu verstehen, um festzustellen, ob sie mit unseren Nutzungsbedingungen vereinbar sind“, so eine Twitter-Erklärung.

Diese Überprüfungen der sozialen Medien würden nur von Beamten der Direktion für Betrugsaufdeckung und nationale Sicherheit der Agentur durchgeführt, die eine jährliche Schulung zur Erstellung dieser gefälschten Konten erhalten. Darüber hinaus können die Beamten nur öffentlich zugängliche soziale Medien überprüfen und dürfen nicht mit Benutzern auf den Social-Media-Websites interagieren.

Dave Maass, leitender Untersuchungsbeauftragter für die Civil Liberties Advocacy Group Electronic Frontier Foundation, sagte Gadget 360, dass eine solche Verwendung von gefälschten Konten „unser Vertrauen in Social-Media-Unternehmen und unsere Fähigkeit, zu kommunizieren und zu organisieren und mit Menschen in Kontakt zu bleiben, untergräbt“.

Er fügte hinzu: „Es kann nicht sein, dass die Polizei mit zweierlei Maß misst, wo die Polizei es tun kann, aber die Öffentlichkeit kann es nicht“.