Neuer Impfstoff hält Krebszellen vier Jahre nach der Behandlung unter Kontrolle

Die Forschung folgte acht Melanom-Patienten, die als ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten angesehen wurden.

Neuer Impfstoff gegen Krebs
Neuer Impfstoff gegen Krebs ist vielversprechend

Wir alle kennen das gefürchtete C-Wort: Krebs. Die bloße Erwähnung lässt uns einen Schauer über den Rücken laufen, und obwohl ständig neue Behandlungsmöglichkeiten entdeckt werden, scheint die Krankheit immer noch um sich zu greifen.

Nun haben Forscher des Dana-Farber Cancer Institute, des Brigham and Women’s Hospital und des Broad Institute des MIT und Harvard einen neuen Impfstoff entwickelt – die sogenannte NeoVax-Behandlung -, die sich bei der Krebsbekämpfung als sehr erfolgreich erweisen könnte. Laut einer neuen Pressemitteilung hat der neuartige Impfstoff das Tumorwachstum bei Melanompatienten erfolgreich gebremst.

Die Ergebnisse des Impfstoffs wurden online in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht und die Publikation zeigt die Wirksamkeit des Impfstoffs vier Jahre nach der Verabreichung.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass ein persönlicher Neoantigen-Impfstoff eine dauerhafte Immunantwort bei Patienten mit Melanom stimulieren kann“, sagte in der Pressemitteilung Studie Co-Leiterin Catherine J. Wu, MD, von Dana-Farber, Brigham and Women’s Hospital (BWH), und das Broad Institute. „Wir fanden Beweise dafür, dass die anfängliche, gezielte Immunantwort hat sich im Laufe der Jahre zu bieten Patienten mit kontinuierlichen Schutz vor der Krankheit.“

Die Studie verfolgte acht Patienten, die wegen eines fortgeschrittenen Melanoms operiert worden waren und bei denen ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten der Krankheit bestand. Vier Jahre nach der Behandlung mit NeoVax waren die Patienten alle am Leben und wohlauf, wobei sechs keine Anzeichen einer aktiven Erkrankung zeigten.

„Wir fanden Beweise für alles, was wir für eine starke, anhaltende Immunantwort suchen“, sagte Patrick A. Ott, MD, Ph.D., von Dana-Farber, Brigham and Women’s Hospital (BWH) und dem Broad Institute, der die Studie gemeinsam mit Wu leitete.

Das Neue ist ziemlich aufregend, aber es müssten weitere Studien mit größeren Gruppen von Patienten durchgeführt werden, um die Effizienz des Impfstoffs wirklich zu etablieren. Für den Moment jedoch fügte Ott hinzu, dass die Forschungsergebnisse ein „starker Hinweis“ darauf sind, dass persönliche Impfstoffe helfen können, metastasierende Tumore zu kontrollieren.